Lasten und vorhandene Abdichtung zuerst
Eine Begrünung ergänzt den Dachaufbau um zusätzliche Schichten und Lasten. Ob das vorhandene Dach diese aufnehmen kann, braucht eine objektbezogene Prüfung. Eine Katasterkarte bietet Orientierung, bestätigt aber weder Tragfähigkeit noch einen intakten Untergrund.
Die Abdichtung muss zum Begrünungssystem passen. Wurzelschutz, Schutzlage und Entwässerung sind nicht allein durch die Auswahl der Vegetation gewährleistet. Bei einem sanierungsbedürftigen Dach ist die Flachdachabdichtung daher vor oder zusammen mit der Begrünung zu planen.
Extensiv und intensiv entscheiden
Eine extensive Begrünung ist auf einen vergleichsweise zurückhaltenden Vegetationsaufbau ausgelegt. Intensive Begrünung eröffnet andere Nutzungsmöglichkeiten, stellt aber auch andere Anforderungen an Aufbau, Lasten und Pflege. Die Auswahl richtet sich nach Dach, gewünschter Nutzung und dauerhaft möglicher Pflege.
Substrat versorgt die Vegetation; die Drainage unterstützt die Wasserführung im Aufbau. Abläufe müssen erreichbar bleiben. Eine begrünte Oberfläche entbindet deshalb nicht von Kontrolle und Wartung des Dachs.
Örtliche Hilfen richtig nutzen
Mehrere Städte stellen Gründachkataster, Leitfäden oder Förderinformationen bereit. Die örtlichen Dachinformationen führen zu den passenden offiziellen Quellen. Bedingungen und Antragsstatus können sich ändern. Eine genannte Förderung ist keine Bewilligung für Ihr Gebäude.
Vor der Anfrage zusammentragen
Nennen Sie Dachgröße, Neigung, vorhandene Schichten und gewünschte Nutzung. Angaben zur Tragkonstruktion und bestehende Pläne sind besonders hilfreich. Notwendige statische Prüfung, Abdichtung, Vegetationsaufbau und Pflege sollten im Angebot erkennbar getrennt sein. Der Sanierungsratgeber unterstützt die Vorbereitung eines kombinierten Projekts.